LWL-Faserpläne verständlich führen.
LWL-Faserpläne für Montage und Betrieb strukturieren: Fasern, Verbindungen und Übergabepunkte nachvollziehbar zuordnen.
Worauf es ankommt
Ein Faserplan beschreibt Zusammenhänge innerhalb der passiven Verbindung. Er sollte mit der Beschriftung und den übrigen Projektunterlagen übereinstimmen, damit sich eine Strecke eindeutig verfolgen lässt.
Geltungsbereich und Kennungen klären
Benennen Sie, für welches Kabel, welchen Verteiler oder welchen Abschnitt der Plan gilt. Verwenden Sie Kennungen, die auch in Montage- und Messunterlagen vorkommen. Bei größeren Objekten sollte der Plan nicht ohne erklärenden Zusammenhang in einem Dateiverzeichnis liegen. Eine kurze Legende hilft Beteiligten, die nicht an der ursprünglichen Ausführung mitgewirkt haben.
Verbindungen und offene Punkte unterscheiden
Der Plan sollte den bestätigten Stand abbilden. Vorgesehene, aber noch nicht ausgeführte Verbindungen müssen davon unterscheidbar sein. Halten Sie Abweichungen aus der Montage fest und lassen Sie ungeklärte Zuordnungen sichtbar. Eine Zeichnung ist nicht allein deshalb ein Bestandsnachweis, weil sie vollständig aussieht.
Plan und Messung zusammenführen
Ordnen Sie die vereinbarten Messdateien denselben Streckenkennungen zu. So kann der Empfänger nachvollziehen, auf welche Verbindung sich ein Ergebnis bezieht. Änderungen am Faserplan können weitere Unterlagen betreffen. Prüfen Sie deshalb bei der Fortschreibung, ob Portlisten, Fotos und Messzuordnungen ebenfalls angepasst werden müssen.
Für die Abstimmung bereithalten
- Geltungsbereich des Plans
- Einheitliche Kabel- und Faserkennung
- Trennung von Planung und Ausführung
- Bezug zu den Messunterlagen
So lässt sich das Thema einordnen
Nach einer geänderten Spleißzuordnung ist der Montagebericht aktuell, der Faserplan jedoch noch nicht. Bei der Übergabe wird diese Abweichung ausdrücklich erfasst und korrigiert. Erst danach bilden Plan und Messdateien wieder dieselbe Verbindung nachvollziehbar ab.
Häufige Fragen
Ist ein Faserplan dasselbe wie eine Portliste?
Beide hängen zusammen, können aber unterschiedliche Ebenen der Zuordnung darstellen.
Wer bestimmt das gewünschte Format?
Auftraggeber und ausführende Beteiligte sollten ein für den späteren Betrieb nutzbares Format abstimmen.
Muss jeder historische Stand erhalten bleiben?
Die notwendige Versionierung und Aufbewahrung sind im Projekt festzulegen; wichtige Änderungen sollten nachvollziehbar bleiben.
Ihr Vorhaben konkret machen
Objekt, Ausgangslage und gewünschten Umfang zusammenstellen. Wir klären die nächsten Schritte mit Ihnen.